Montag, Oktober 09, 2006

PIUMA - Pima uishi kwa matumaini

Teste und lebe mit Hoffnung
Hoffnung! Das brauchen die Menschen in Bulongwa. Piuma ist eine Selbsthilfegruppe von HIV-Patienten in einem kleinen Ort in den Southern Highlands in Tanzania. Doch statt nur gegen den Virus muessen sie auch gegen Korruption kaempfen. Man fragt sich, was mehr Kraft kostet.
Wir wollten eigentlich nur Judith, eine sehr gute Freundin von uns besuchen, doch ihr Engagement zog auch uns in den Bann.

Wir erlebten mit, wie PIUMA-Mitglieder ihre Chance nutzten und dem Primeminister von Tanzania bei seinem Besuch kritische Fragen ueber die Spendengelder stellten. Noch vor kurzem waren dies sterbenskranke Menschen, jetzt stehen sie auf und fordern ihr Recht auf faire Behandlung.

Leider haben sie erfahren muessen, das der Kampf gegen HIV nicht nur auf der medizinischen Seite geguehrt werden muss.
Edwin, ein Journalist, wurde gleich nach der Veranstaltung festgenommen. Kurz darauf auch Jackson, Projektleiter vor Ort. Auch die Muzungus, Weissen, werden nun immer mehr unter Druck gesetzt. Irgendwem wird da wohl der Stuhl zu heiss, auf dem sein dicker A... ruht.


Wenn ihr mehr ueber die haarstraeubenden Erlebnisse, aber auch die Erfolge von PIUMA lesen wollt:
Highlandshope
Judith Schnabler

Mittwoch, August 02, 2006

Habari Tanzania

Jetzt sind wir also in Tanzania. Unser 10. Land in Afrika!
Wir sind gerade in Arusha, einer Stadt am Hang des Mt. Meru und in der Naehe des Kilimandscharo.
Es gibt hier mehr Safari-Anbieter als Restaurants und dementsprechend viele Keiler in den Strassen der Stadt. Alleine die Gebuehren fur den Nationalpark Kilimandscharo betragen mindestens 300 US-Dollar, Fuehrer, Traeger, Uebernachtungen am Berg,....da kommt man auf 500-700 US-Dollar fuer die Besteigung des Berges. Die Preise sind ein Hammer.
Wir begnuegen uns damit, den Berg von der Weite zu bestaunen und planen, ihn mit dem Fahrrad zu umrunden.
Bisher hat er sich immer hinter Wolken versteckt, wir habewn also noch keinen Schnee gesehen...
In den letzten Fahrtagen haben wir einen genialen Ausgleichssport zum Radeln gefunden: Pumpen. Damit unsere Armmuskulatur nicht zu kurz kommt, werden jetzt morgends und abends und zwischendurch immerwiedermal die Reifen aufgepumt. Warum? Weil die Landschaft uebersaet ist mit kleinen Dornen und wir staendig platte Reifen haben. Ihr seht, wir nehmens mit Humor. Hakuna matata wie es hier heisst.



Freitag, Juli 21, 2006

Jambo Kenia!


Wir haben in Mombasa Alex Eltern getroffen und waren zusammen auf Safari. Wir waren alle begeistert. Wir hatten nicht damit gerechnet, soviele verschiedene Tiere zu sehen, und vor allem, sie so nahe zu sehen.
Wie spannend, wenn man die Loewen dabei beobachten kann, wie sie sich an eine Antilopen-Herde heranpirschen.
Es ist gerade Migrations-Saison. Das heisst, die riesigen Gnu-, Zebra- und Bueffelherden ziehen von der suedlichen Serengeti gen Norden ins Gebiet des Masai Mara NP. Wir mussten den Tieren teilweise im Schrittempo ausweichen.

Jetzt sind wir in Nairobi, pendeln zwischen Downtowngetuemmel und gemuetlichem Campingplatz hin und her, lernen Suaheli, machen Sightseeing und planen die weitere Route.

Freitag, Juni 30, 2006

Abschied von Westafrika

Wir sind in Ghana, genauer gesagt in Accra, der Hauptstadt. Unser Flug nach Kenia ist bereits gebucht, am Montag, den 3.7. abends heisst es fuer uns Abschied-Nehmen von Westafrika.
Am 4.7. vormittags landen wir in Mombasa/Kenia. Wir werden Alex Eltern dort treffen.
Ghana ist anders. Wir sind zwar noch nicht lange da, aber so viel koennen wir schon sagen. Wir konnten keine Nacht alleine im Busch pennen. Stattdessen wurden wir so freundlich eingeladen, dass wir nicht widersprechen konnten. So kam es, dass wir in einem traditionellen Dorf unser Zelt aufschlugen, den Dorfaeltesten trafen und afrikanisches Alltagsleben hautnah erlebten.
Die anderen Abende waren wir in der Naehe von Privathaeusern, mit bequemen Sesseln, gefuellten Wasserkuebeln,...versorgt.
Man isst hier Fufu oder Banku in der "Chop Bar". Fufu ist ein "Fladen" aus gekochten und gestampften Maniok-bzw. Yamswurzeln vermischt mit Platanen(Kochbananen). Banku ist ein "Knoedel" aus gekochtem, fermentierten Getreide. Dazu gibts allerlei scharfe Saucen, wir moegen am liebsten die Erdnuss-Suppe.
Die WM ist hier nach wie vor Thema Nr.1. Die Bevoelkerung ist enttaeuscht ueber den unfairen Verlauf des Brasilien-Ghana-Matches.

Donnerstag, Juni 08, 2006

Prost Deutschland

Wir sind in Kpalime an der togolesisch-ghanaischen Grenze. Regenwald, Berge tropische Schwuele. In der Nacht hunderte Gluehwuermchen, die um unseren Zeltplatz schwirren. Tagsueber sehen wir 20cm lange rot-schwarze Tausendfuessler, Schmetterlinge handtellergross und bunt, Kolonien von Ameisen,...
Dann erreichen wir Kpalime, sitzen im schattigen Innenhof des Hotels. Vor uns der Kirchturm der Kirche, die man eher in Bayern vermuten wuerde, wir trinken EKU-Bavaria-Bier, aus der deutschen Brauererei Erste Kulmbacher, und aus dem CD Player droehnt deutsche Bierfestmusik. Roy Black, Heino, Toelzer Knabenchor,... Prost Deutschland.
Am Markt und in der Stadt merkt man gluecklicherweise wieder wo man ist. Das gewohnte Chaos aus Ziegen, Mofas, Menschen.
Und die WM hat begonnen. Man hoert es aus jedem Radio, jeder Fernseher bringt die Spiele.

Mittwoch, März 29, 2006

Bamako-Mali

Seit ein paar Tagen sind wir in Mali. Wir haben die Abkuerzung mit dem Zug genommen, der uns um ein Uhr nachts in der Hauptstadt, Bamako ablieferte-nach sehr abenteuerlicher 30-stuendiger Fahrt.
Im naechtlichen Bahnhofsgetuemmel und beguenstigt durch unsere Muedigkeit, wurde eine unserer Kameras gefladert.
Die Katholische Mission, unser angestrebtes Nacht-Quartier hatte ihre Pforten geschlossen, weshalb wir zusammen mit vier weiteren Zug-Reisenden am Vorplatz des gegenueberliegenden Cafes lagerten.

In Mali gibts gute Musik, wie uns Paul aus Kanada erzaehlte, der hierhergekommen ist, um die regionalen Rhythmen zu studieren. Wir begleiteten ihn zu einem Konzert im grossen Sportstadion der Stadt. Fuer ein solches Abenteuer hat der Afrika-Tourist einen Guide, der einem die Wege ebnet. So kamen wir gegen ein laecherlich kleines Schmiergeld an der Kilometerlangen Schlange vorbei und ergatterten einen der letzten Sitzplaetze. Eine winzige Buehne auf gruenem Rasen, grottenschlechter Sound, man hoert die Musik kaum- aber die Menge kocht, die Stimmung ist ausgelassen.

The Gambia

Gambia ist das kleinste Land Westafrikas. In knapp 2 Wochen haben wir es durchquert. Die Kueste mit ihren schoenen Straenden ist Tourismus pur. Banjul, die Hauptstadt ist ein verschlafenes Inselstaedtchen. Das wirklich schoene an Gambia ist das Hinterland. Wenn auch die Strassen es zu einem anstrengenden Abenteuer machen. Wellblech wechselt mit Weichsandgruben. Wo etwas Asphalt ist, dort ist er von Schlagloechern zerfressen. Es sind wirklich die schlimmsten Pisten, die wir je sahen. Muehsam schieben wir das Rad in der Hitze. Die Temperaturen nehmen mit dem Abstand zur Kueste zu. 50 Grad zu Mittag. 30 Grad noch am Abend. Wir schuetten das Wasser nur so runter. Am spaeten Nachmittag fuellen wir zusaetzliche Flaschen um uns Abends etwas abzuduschen. Wegen der Muecken bleibt das Moskitonetz geschlossen. Die Luft im Zelt steht wie in einem Backofen.
Vielleicht koennen euch die folgenden Vergleiche unsere Lage etwas lebhafter naeherbringen.

Die Fahrt mit einem Sammeltaxi in der Hauptstadt gleicht dem Spektakel im Tagada im Wiener Prater. Ein Geruettel und Geschuettel eingepfercht zwischen dutzenden Einheimischen. Der Bus faellt fast auseinander. Man sieht durch die Bretter am Boden auf die Fahrbahn.

50 Grad im Schatten, was heisst das?
Es ist die Haelfte zwischen gefrorenem und kochendem Wasser! Geht in eine Sauna mit langaermligen Tshirts und Hosen. Setzt euch auf ein Zimmerfahrrad und tretet eine Stunde. Dann duerft ihr eine kurze Pause machen und lauwarmes Wasser trinken. Abkuehlung? Gibts keine. Wieder rauf aufs Fahrrad und weiter gehts. Jetzt werdet ihr sagen, dass wir ja einen kuehlenden Fahrtwind haben. Aber:
Der Fahrtwind ist heiss und trocknet die Schleimhaeute aus. Wir versuchen mit nassen Socken die Trinkflaschen zu kuehlen und versetzen das Wasser mit Salz zur Rehydratation.

Wellblech ist unser taeglicher Horror. Seinen Namen hat es wohl verdient. Steinharte Rillen quer ueber die Strasse. Von der Federung der LKWs in den Erdboden geschlagen. Stundenlang ruettelt und hupft das Rad. Im Weichsand gehts dann nicht mehr weiter. Schieben ist dann angesagt.

Gambia ist die Anstrengungen allemal wert. Wir sehen Voegel in den schoensten Farben. Metallicgruen und blau. Lange Schwanzfedern. Geckos, Affen,... Die Landschaft ist gruen, teilweise fast schon Urwald. Und neben uns oft der Gambiariver.

Samstag, Februar 11, 2006

St. Louis - Senegal

Wir sind am 4. Februar im Senegal angekommen. Die Mauretanier wollten bei der Ausreise gleich Geldgeschenke. Wir haben uns in den Schatten gesetzt, und ihnen klar gemacht das wir da warten, bis sie sich das anders ueberlegen. Nach etwa 2 Stunden sind wir dann gratis ueber die Grenze gekommen.
Schon die ersten Kilometer im Senegal haben uns dann gezeigt, was Afrika ist. Der Unterschied zum arabischen Norden Afrikas koennte kaum krasser sein. Es ist gruen, die Voegel zwitschern rund um uns. Bunte Tuecher auf schwarzer Haut, gelegentlich lugt ein blanker Busen hervor. Die Frauen tragen ihre Lasten auf dem Kopf und ihre Babys in Tragetuechern am Ruecken.

St. Louis lebt vom Charme der Kolonialzeit. Die Haeuser duerften auch seit damals kaum erneuert worden sein. Es ist alles etwas verfallen. Trotzdem ist es fuer uns wie ein Paradies. Supermaerkte, Restaurants, Bier,... Vor allem gibt es hier wieder Bankomaten und damit Geld um das alles auch zu geniessen!

Wir haben auch Djoudj, das Vogelreservat besucht. Ueber eine Piste und dann mit einer Pirogue ging es in die Lagune des Senegal Flusses. Dort nisten Kolonien von Pelikanen. Tausende tummeln sich auf den Inseln oder fliegen in Formationen ueber das Wasser. Zugvoegel aus Europa ueberwintern hier. Dann sahen wir auch Krokodile, Warane und Warzenschweine. Es sind Bilder aus Universum. Nur hautnah!

Montag, Februar 06, 2006

Mauretanien

Viel koennen wir ueber das Land nicht sagen, da wir ja eigentlich nur durchgereist sind.

Wir dachten, es waere hier nicht so viel anders , als in Marokko...weit gefehlt.
Nouadhibou, unsere erste Stadt in Mauretanien, erstickt im Sand. Es gibt nur die wichtigsten Dinge des alltaeglichen Lebens, und die sind importiert. Der Verkehr ist unfassbar. Die Autos fallen buchstaeblich auseinander. Es wirkt eher wie ein Stock-Car Rennen als Strassenverkehr. Ziegen weiden im Muell, Kinder wuehlen darin herum. Unser Hotel war einfach, trotzdem wie eine Oase in dem Wahnsinn.
Die Strecke nach Nouakchott, der Hauptstadt, fuehrte uns wieder durch Wueste. Diesal Sandduenen, die grasbewachsen sind und Baeume, und viele Dromedare. Die Doerfer sind Ansammlungen von Zelten oder Holzbaracken, zusammen gezimmert aus Paletten. Die Versorgung ist spaerlich, die Preise unverschaemt.
Die Hauptstadt ist nur eine groessere Version von Nouadhibou. Unsere Herberge, ein Campinghotel, war uns wieder Oase. Mit mehreren franzoesischen Campern verbrachten wir hier einen sehr gemuetlichen Abend. Papa Schulz aus Deutschland hatte Tetrapakwein dabei.

Das Grenzgebiet zum Senegal hatte dann ein freundlicheres Gesicht. Gruener, bewohnter, der Wind legte sich, dafuer kam die Hitze. Wir schwitzten uns Salzkrusten auf die Haut, mixten Rehydrierungsdrinks, um dem Durst Herr zu werden.

Ein staendiges Problem in Mauretanien war fuer uns das liebe Geld. Im Lande werden Kreditkarten nicht akzeptiert, Bankoaten gibt es nicht. Also Bargeld mitbringen und tauschen. Die Preise waren hoeher, die Wechselkurse schlechter, als wir erwartet hatten, dazu kamen noch ueble Abzocker. So waren unsere Bargeldreserven bald aufgebraucht, wir wechselten schweren Herzens noch ein paar heilige Euros aus unserem eisernen Vorrat.
Typisch fuer die Situation war die Ausreise aus Mauretanien. Die Grenzbeamten wollten umgerechnet 20 Euro Gebuehr fuer Formalitaeten. Pro Person! Wir diskutierten nicht lange, machten ihnen klar, wir haben gerade noch genuegend fuer die Faehre. Dann setzten wir uns in den Schatten und warteten, bis es dem Chef zu dumm wurde, und wir gratis in den Senegal durften.

Sonntag, Jänner 15, 2006

Westsahara

Westsahara, was kann man sich darunter vorstellen?

Wir folgen auf einer relativ guten Asphaltstrasse der Kuestenlinie. Bis auf ein paar Senken und Huegelchen gehts bretteleben und schnurgerade dahin, ueber insgesamt fast 2000 Kilometer.
Wueste
Meist haben wir steinig-sandige Flaechen um uns, soweit das Auge reicht. Tageweise passieren wir Tafelberge. Miniaturen des Grand Canyons neben uns. Klasische Sandduenen sind eher selten.
Trockene, dornige Straeucher und fleischige, kakteenartige Pflanzen gedeihen spaerlich. Der Boden ist rissig-trocken oder von einer weichen Sandschicht bedeckt, in die man bei jedem Tritt einsinkt.
Schlangen und Skorpione suchen wir vergeblich. Ameisen und Fliegen beherrschen die Landschaft. Pillendreher hinterlassen feine Spuren im Sand. Einige Greifvoegel kreuzen unseren Weg und viele kleine Singvoegel. Manchmal haben wir Glueck und erhaschen einen Blick auf ein Erdhoernchen bevor es in seinem Bau verschwindet. Gemaechlich dahinschreitende Kamelherden naehern sich manchmal der Strasse.
Was man sonst noch in der Wueste sieht? Plastiksackerl und verrostete Dosen. Meistens Bierdosen.

Das Meer sehen wir nur dann, wenn sich unsere Strasse der Kueste naehert. Es ist eine beeindruckende Steilkueste mit gewaltigen Abbruechen. Bis zu hundert Meter geht es steil hinab, wo die Wellen wuchtig gegen die Felsen branden.

Silvester haben wir in einer Hoehle im Abbruch verbracht. Auf einem schmalen Pfad kletterten wir etwa fuenf Meter hinunter und richteten uns in einer von Fischern verlassenen Hoehle ein. Das Meer unter uns, die Sterne vor uns haben wir um Mitternacht im Kerzenschein mit einer Flasche Rotwein das neue Jahr gefeiert.

Wenn auch die Wueste lebt, verbringen wir die Tage mit Blick auf endlose, flache und oede Horizonte. Ewiger Wind, der mit und manchmal auch gegen uns weht. Wir haushalten mit Wasser und Lebensmitteln. Die Ortschaften liegen ueber 100 Kilometer getrennt. Dazwischen gibt es einige Tankstellen.

Samstag, Dezember 24, 2005

Tiznit

Im Kochtopf brodeln seit langer Zeit wieder einmal Spaghetti, wir dinieren im Kerzenschein, zum Nachtisch gibts feines Gebaeck aus der Patisserie. Das Zelt von rot-goldenen Baendern geschmueckt, kleine Paeckchen mit Gruessen von unseren Lieben verbergen ihre Geheimnisse. So feiern wir Weihnachten in der Sahara.
Wir sind in Tiznit, der Berberstadt, am Campingplatz. Tagsueber schien die Sonne, wir konnten heiss duschen, unsere Haare in den warmen Strahlen trocknen, haben uns herausgeputzt. Tragen unser sauberstes Gewand.
Es ist ein unkonventionelles, aber trotzdem schoenes Weihnachten.

Samstag, Dezember 17, 2005

Marrakech

Vom 3. bis 12.12 waren wir in unserer Traumstadt Marrakech und haben dort Wolfgang getroffen. Wir wohnten in der Jugendherberge, er im nahegelegenen Hotel Ibis. Dort konnten wir uns gelegentlich am Fruehstuecksbuffet die Baeuche vollschlagen.
Woifal hat einen ganzen Koffer voll Ausruestungsersatz, Leckereien und Weihnachtsgeschenke von unseren Lieben aus der Heimat gebracht.
Irgendwie haben wir es geschafft, all das auf unseren Raeder zu verstauen. Tagsueber gemuetliche Stadtbesichtigung, abends Platz Jemaa El Fna, das Highlight von Marrakech. Wunderheiler, Akrobaten, dampfende Garkuechen, Orangensaftstandeln, die den suessen Saft frisch pressen.
Die Abende klingen meist am Hotelzimmer aus, z.B. bei einem Becher Rotwein...
Wir haben es uns so richtig gutgehen lassen. Ein Ausflug mit dem Bus zur Kuestenstadt Essaouira, eine Nacht in einem Medinahotel in Marrakech....
und wiedereinmal mussten wir uns nach ueber einer Woche Faulenzen auf den Touralltag neu einstellen.

Reparatur- und Pannenchronik

  • 2000km Kettenspanner quietscht, wird mit Fruehstuecksbutter (Bregott Extrasaltet) geschmiert
  • 2500km Halterung des Mittelständers bricht
  • 2500km Steuersatz lockert sich
  • 3000km am Hinterreifen ist der Mantel gerissen, wird nach vorne getauscht.
  • ab 6000km alle Maentel reissen entlang des Felgenrandes, Laufflaechen loesen sich dabei; die Reifen laufen unrund, weiters jedoch keine Probleme.
  • 6500km Alex hinterer Mantel wird, nach einem Patschen, gegen Faltmantel (Corratec 2.1 Grip Master) getauscht.
  • 6500km Mantel vorne bis aufs Gewebe abgefahren (wegen unrundem Lauf?)
  • Oktober 2005 nach 5 Monaten taeglichem Gebrauch zeigt die neue Kocherpumpe Abnuetzungen. Benzinflasche faengt Feuer (undicht?). Keine groesseren Schaeden entstanden. Kleine Verbindungsdichtung getauscht. Pumpenstoessel (Gummi) loest sich, wird gegen den alten Lederstoessel getauscht. Die Benzinduese ist oefters verstopft.
  • ca. 15000km hat Michaelas hintere Satteltasche (altes Ortliebmodell mit Klettverschluss, schon gebraucht erhalten) hinter sich. Klettverschluss loest sich und wird bei Automechaniker genietet.

Madrid, nach7200km

Wir bekommen vier neue Laufraeder und tauschen die Zahnkraenze und Ketten.

  • Felge: Rigida ZAC 2000
  • Naben: Shimano XT, 16-Loch
  • Mantel: Maxxis 2.0 (26x2.0)
    Der Rahmen und die Tubus Gepaecktraeger sind hinten zu eng fuer 2.0 Maentel. Wir tauschen sie in Toledo gegen Schmaelere.

Beim Durchchecken der Raeder sind keine groben Probleme aufgefallen. Wir hatten bisher nur 3 Patschen. Keine gebrochene Speiche. Kein "Achter".

  • ab Cordoba tauschen wir die Hinterreifen. Die maxxis sind zu breit fuer hinten.
    Alex: Maxxis 1.9 Larsen TT
    Micha: Michelin Country Gravel
  • 9924km: Michas Radcomputer gibt auf
  • 10200km: Kettentausch in Dakhla
  • Westsahara: das verbleite Benzin verschmutzt Kocher. Ablagerungen muessen oft geputzt werden (Draht und Duese)
  • in Nouakchott SK-Duese eingesetzt zur Probe. Kocher brennt ruhiger und wieder mit blauer Flamme (nicht russig-gelb)
  • Zebrabar: Kocher bringt wenig Energir und verust wieder staerker. Normale Duese montiert-brennt besser
  • 11800km Dakar/Senegal: Michas Steuersatz lockert sich. Mit der Hand festgeschraubt. Haelt scheinbar.
    Kettenwechsel nach 1600km
  • 12000km: Alex Pulleys quietschen. Geoelt
    Beide Mittelstaender so verbogen, das sie auf der Piste schleifen. Ausserdem halten sie das Rad nicht mehr. Demontiert. Bei Alex war die Schraube festgefressen. Wurde in Autowerkstatt mit Elektroschweisser brital entfernt. Der Rahmen hat geglueht!
  • 12300km Jajanbureh/Gambia: Alex Hinterreifen (Maxxis 1.9 Larsen TT) abgefahren. Gegen Reifen aus Dakar (Panaracer 26x1.8) getauscht. haelt Spur nicht und hat keinen guten Grip auf sandigem Terrain
  • 12746km Segou/Mali: bei Alex Hinterreifen reissen die Noppen aus (hat erst 400km!)
    in Diafarabe bricht die linke Oese der hinteren Gepaecktraegeraufhaengung.
  • 13218km Bandiagara/Mali: die hinteren Schlaeuche reissen felgenseitig. Werden in Speichenloecher gepresst, da Felgenbaender verrutschen.
  • 13936km Yoko/BF Alex hinterer Reifen reisst auf (Panaracer) nach nur 2000km
  • 14225km Kante/Togo: Michas hinterer Reifen (Michelin Country Gravel) reisst. Wird afrikanisch genaeht! Haelt bis jetzt etwa 7000km

Samstag, Dezember 03, 2005

Turbulente Wochen

Bis Casablanca war uns die Strecke schon bekannt. Die Eingewoehnung ging recht rasch. Es schien zu einfach! Marokko kann uns nicht mehr ueberraschen? Weit gefehlt...
In Casablanca gleich einmal ein Missverstaendniss mit der mauretanischen Botschaft. Wie lange ist das Visum gueltig? Was heisst "gueltig"? Vom Tag der Ausstellung oder dem Tag der Einreise ins Land. Mit dem Fahrrad brauchen wir gut ein Monat bis Mauretanien. Da macht das einen gewaltigen Unterschied. Viel Buerokratie und dann haben sie es uns gnaedig auf drei Monate umgeschrieben. Gott sei Dank, ohne zusaetzliche Gebuehren.
Kurz nach Casa hat es zu regnen begonnen. Wieder einmal. Es ist halt gerade Regensaison. Hatte uns soweit nicht gestoert. Unser Zelt stand bereits, wir haben gerade gegessen und als es zu schuetten begonnen hat krochen wir gerade gemuetlich in die Schlafsaecke. Ploetzlich Blaulicht und Motorenlaerm. Dann klopft es schon am Zelt. Surete nationale! Die marokkanische Polizei im Befehlston. Sie diskutieren nicht lange und fordern uns auf, unsere Sachen zu packen. Zu unserer Sicherheit, wie sie meinen. So raffen wir alles so schnell wie moeglich zusammen. Bis wir wieder auf der Strasse sind ist uns kalt und wir triefen vor Naesse. Das Polizeiauto braucht gut eine halbe Stunde, bis es die letzte Steigung der Schlammpiste ueberwindet. Immer wieder drehen die Raeder durch und der Motor heult auf. Dann geleiten sie uns im Schritttempo mit Blaulicht zur naechsten Tankstelle und befehlen uns die Nacht hier zu bleiben. Der Tankstellenmanager erbarmt sich unser und wir duerfen im Neubau schlafen.
Zwei Tage spaeter verlassen wir gerade einen Ort. Wie immer begleitet von einer Schar Kinder auf ihren Raedern. Ploetzlich kreischen Bremsen, ein Krach, splitterndes Glas und dann Stille. Eines der Kinder, das neben Michaela geradelt ist, biegt ploetzlich links ab und wird von einem Auto erfasst. Trotz Notbremse erwischt er das Kind. Es wird von der Windschutzscheibe im hohen Bogen in den Strassengraben geschleudert. Wir rechnen mit dem Schlimmsten, als wir uns dem Kind naehern. Er war bei Bewusstsein, ein paar ausgebrochene Zaehne und ein verdrehter Bruch beider Unterschenkelknochen am linken Bein. Bei einer kurzen Untersuchung konnten wir keine Hinweise auf innere Verletzungen feststellen. Bis die Ambulance da war, entwickelte sich der Unfallplatz zu einem Jahrmarkt. Aufregung aber auch Gewohnheit an solche Szenen. Waehrend wir uns um den Verletzten kuemmern, wird uns geraten auf unsere Raeder aufzupassen. Wie abgebrueht muss man wohl sein um solch einen Moment fuer einen Diebstahl zu nutzen?
Dann ging es endlich in die Berge. Wunderschoene Landschaft und Ruhe. Gleich in der ersten Nacht, laedt uns eine Berberfamilie zum Uebernachten ein. In ihrem einfachen Haus gibt es Abendessen und holprige Konversation. Die Bilder in unserem Marokkofuehrer sind international. Wir erhalten Einblick in den Berberalltag. Im Hof steht die Dusche. Ein Lehkegel von etwa eineinhalb Meter Hoehe. Von unten zu befeuern. Darin sitzt man und schuettet sich das Wasser aus Kuebeln ueber den Kopf.
Auf der weiteren Strecke nach Marrakech haben wir gewaltige Naturspektakel besucht. 120 meter Wasserfaelle, die in mehreren Stufen herunterdonnern. Tief eingegrabene, enge Schluchten. Eine "Naturbruecke", aus Lehm. Das Flussbecken dazu erreicht man durch einen ausgesetzen Pfad, der durch den Regen nicht einfacher wurde.
Jetzt sind wir in einer turbulenten Stadt. Doch fuer uns wird es eine Erholung.

Dienstag, November 15, 2005

Neue Bildergalerie

Wegen Problemen mit der alten Bildergalerie sind wir auf flickr umgestiegen.
unter:
http://www.flickr.com/photos/48156719@N00/
findet ihr unsere neuen Fotos.
Das ganze wird gerade erst umgebaut. Dann ist es auch ueber die Homepage zugaenglich.

Kulturschock Afrika

Aus der Faehre hinaus in eine fremde und doch schon vertraute Welt. Hupende Autos kreuz und quer. Die Auspuffe blasen dicke Wolken blauen Rauchs durch die Strassen. Es ist laut und stressig. Jeder gruesst uns, redet auf uns ein, will etwas verkaufen. Bauchlaeden; die Zigaretten, Taschentuecher und Kaugummi einzeln verkaufen. Unverstaendliches arabisch auf allen Lippen, wir stammeln franzoesisch zurueck. In Rabat geht eine Sinflut auf uns nieder, die uns einen Tag im Zelt festhaelt. Die Lacken rund um uns kommen bedrohlich nahe. Es donnert und blitzt ueber der Stadt. Als es leichter wird schauen uns wir das Desaster genauer an. Durch die Strassen der Hauptstadt stuerzt das Wasser. In Sandalen waten die Einheimischen durch den Souk. Keine Kanalisation, die hilft, das Wasser loszuwerden. Was da so alles herumschwimmt ist zum Grauen.
Heute hingegen war es warm genug um in T-Shirts herumzulaufen. Und sonnig fuer eine Dusche. Es erinnert an einen Ziegenstall, aus dem aus der Decke ein Rohr kommt. Der GFummianstrich schimmelt von der Wand. Als gurgelnd das Wasser kommt denken wir: Wie war das mit Strom und Wasser?
Auf der anderen Seite helfende Haende auf allen Seiten. Jeder erklaert uns den Weg. Wir feilschen bereits um alles und jedes.
Meinen Geburtstag feierten wir in Larrach auf einem Gratis-Zeltplatz. Mit marokkanischem Kuchen und Kerzen. Einen Tag faulenzen und alles auf sich wirken lassen.

Dienstag, November 08, 2005

Europa - ein Blick zurueck

Am 7. November haben wir Afrika erreicht. Die Faehre spuckte uns ins Verkehrs- und Menschengetuemmel von Tanger. Unverstaendliche Sprache, wildes Gestikulieren seltsamer Gestalten, neugieriges Angestarrtwerden, Laerm, Stress. Aber auch freundliche Gesichter, nette Gruesse vom Strassenrand. Kulturschock pur. Die europaeische Routine ist jaeh zu Ende, das Abenteuer beginnt.

Wir blicken zurueck auf ca. 8000km und 6 Monate Europa.

Weitere Zahlen und Fakten:

  • Maximalgeschwindigkeit 63 km/h
  • Maximale Tagesdistanz 113km
  • Gesamtstunden am Fahrrad 560h. Bei einer 40-Stunden-Woche haette man in 6 Monaten 1040h gearbeitet. Also gerade mal das Doppelte. Jedoch mit Wochenende und Feiertagen frei.
  • Benzinverbrauch gesamt 13 Liter (entspricht 0.15 l/100km)
  • Wasserverbrauch bei ~4.5l/d: 810 Liter, also etwa 8 Badewannen voll-vom frischen Vatten von der Quelle bis zum chlorierten Agua. Wir mussten etwa 300 mal um Wasser bitten und erhielten dabei nur eine Abfuhr.
  • Wir verzehrten die unglaubliche Menge von 20kg Marmelade;
  • Die Kameras arbeiteten sich durch 35 Rollen Film, das ergibt eine stolze Menge von 1260 Fotos oder Vierundvierzig Meter Film.
  • Von 180 Uebernachtungen haben wir nur 45 bezahlt!
  • Wir haben in dem halben Jahr 13 Buecher gelesen, davon kam nur ein Teil von zu Hause. Einige Buecher haben wir unterwegs auf Campingplaetzen od in Jugendherbergen od in Buchgeschaeften getauscht.
  • Buecher, die uns besonders beeindruckt haben:
    Michaela: Waehrend wir Schweden von Nord nach Sued durchkreuzt haben, las ich Selma Lagerloefs "Nils Holgerssons wunderbare Reise mit den Wildgaensen". Dabei konnte ich ihre Landschaftsbeschreibungen mit meinen eigenen Eindruecken vergleichen.
    Alex:" Die Abenteuer von Huckelberry Finn", weil er in den schwedischen Waeldern hinter jedem Baum sitzen koennte, Pfeife rauchend, und mit Jim neue Abenteuer auszuhecken.

Donnerstag, November 03, 2005

Mittagspause in den Bergen Andalusiens

Vor ein paar Tagen, an einem windigen, aber schoenen Tag, waren wir unterwegs nach Ecja. Gegen Mittag suchten wir ein ruhiges Plaetzchen fuer die Siesta. Nach kurzer Suche entdeckten wir einen Seitenweg, der Schutz vor dem Wind und der Sonne bot. Dann kam der Schreck!
Auf allen vier Reifen steckten unzaehlige kleine Dornen. Heimtueckische Morgensterne! Beim Entfernen hoerten wir schon das unheilvolle Pfffft.
Nach dem Essen sehen wir uns den Schaden an. Wir beginnen, die Patschen zu flicken. Im Akkord pumpen wir die Schlaeuche auf, markieren die Loecher, durch die die Luft entstroemt und picken sie dann. Beim Einbauen wieder Pfffft. Die ganze Prozedur nochmal. Zu allem Ueberdruss beginnt es in Stroemen zu schuetten. Nach etwa 28 Flicken kriechen wir durchnaesst ins Zelt. Die Reifen noch immer undicht.
Am naechsten Morgen lacht die Sonne, aber unser Seitenweg ist eine Gatschpiste. Zaeher, dicker Schlamm blockiert die Reifen. Nur Hundert Meter trennen uns von der Strasse, aber wir muessen die Raeder tragen. Noch Tage spaeter kletzeln wir den Dreck aus der Schaltung, den Bremsen,...

Donnerstag, Oktober 27, 2005

Urlaubsberichte

Was wir den ganzen Sommer getan haben wisst ihr. Nun moechten wir auch wissen, was ihr so unternommen habt. Urlaube, Ausfluege, oder nur Arbeiten?
Wir wuerden uns sehr ueber Kommentare mit euren Urlaubserlebnissen freuen.

Cordoba

Wo vor fuenf Jahren eine Reise endete, beginnt eine andere erst so richtig.
Wir sind in Andalusien. Sommer, Sonne und 30 Grad. Wir sind schon ungeduldig. Nur noch wenige Hundert Kilometer trennen uns von Afrika.

Donnerstag, Oktober 13, 2005

Die Welt im Kochtopf

Internationale Campingrezepte
  • spanisches Joghurt
    Joghurt (z.B. Kokos), Bananen oder andere frische Fruechte klein geschnitten und zerteilte Madaleiñas
  • Joghurt poco loco
    Lemonen- oder Zitronenjoghurt, Madaleiñas zerteilen und mit Zitronensaft und Zucker mischen
  • schwedisches Radlerfruehstueck
    2 Becher Haferflocken, 3 Becher Wasser, Prise Salz, Orangenmarmelade, Kakaopulver
    Haferflocken, Wasser und Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Unter staendigem Ruehren in ca. 3 Min. zu Brei verkochen. Mit Orangenmarmelade und Kakaopulver bestreut anrichten.
  • schwedischer Surstroeming nach "Art des Hauses"
    1 Dose Surstroeming, Zwiebel, Tomaten, gekochte, geschaelte Kartoffeln. Alles kleinst geschnitten. Butter, Brot
    Dose am Besten im Freien in einem Topf mit Wasser oeffnen. Dann bleibt der Geruch ertraeglich. Fisch ausnehmen, Haut entfernen. Nur das rot bis rosa Fleisch ist geeignet. Klein schneiden und mit den anderen Zutaten zu Aufstrich mischen.
  • Karotten-Kuerbis-Couscous
    1 Becher Couscous, 1 Becher Wasser, etwa 3 Karotten geschaelt und in kleine Stuecke geschnitten, 400gr. Kuerbis (gelber Zentner, Halloweenkuerbis) geschaelt und klein geschnitten, 1 Dose Thunfisch in Oel, 1 Zwiebel klein geschnitten, Salz, Pfeffer
    Wasser in Topf mit Deckel zum Kochen bringen, Couscous und Salz einstreuen, unter Ruehrem etwa 1-2 Min. Kochen bis fester Brei erreicht ist. Topf vom Herd nehmen und zugedeckt Ruhen lassen. In Pfanne Thunfisch-Oel erhitzen, Zwiebel anschwitzen, Karotten hinzufuegen und einige Min. unter Ruehren mitschwitzen. Zuletzt Kuerbisstuecke und Thunfisch hinzufuegen, etwas Wasser beigeben und alles Weichkochen. Mit Salz, Pfeffer und wenn vorhandem Paprika, Chilli,... abschmecken.
    Couscous und Kuerbisgemuese zusammen anrichten.
  • Kaesespaghetti, der "Tourklassiker"
    250gr. Spaghetti, oder andere Teigwaren, eine kleingeschnittene Zwiebel, 4-8 Ecken Sahne-Eckerlkaese (z.B.: La vache qui rie/the laughing cow/die lachende Kuh, eine ueberall erhaeltliche Kaesesorte), Fett wenn vorhanden
    Zwiebel in Fett anschwitzen oder alternativ in wenig Wasser duensten; Eckerlkaese hinzufuegen , nach Bedarf Wasser und unter staendigem Ruehren zu saemiger Sauce verruehren. Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken. Teigwaren kochen und mit Sauce anrichten.

Madrid


Hola!
Wir sind seit vorgestern in Madrid/ Boadilla del Monte.
In Frankreich haben wir ein Fahrrad-Paerchen getroffen, das von Istanbul nach Madrid unterwegs war. Haben uns auf Anhieb gut verstanden und sie haben uns eingeladen, in Madrid bei ihnen zu wohnen. Wir schlafen im Haus von Alvaros Eltern. Alicia und er haben uns gestern die Stadt gezeigt, am Abend waren wir im Kino ("Charlie und die Schokoladefabrik" OV) und dann mit Freunden von ihnen auf ein Bier.

Montag, Oktober 10, 2005

Anleitung zum Bloggen

Also wenn man ein bisschen herumexperimentiert und sich spielt, ist es eigendlich eh nicht schwer.

Ihr habt alle von ALex & Michaele eine Einladung zum bloggen bekommen.

In dieser Einladung müsst ihr einfach auf den Link klicken und es öffnet sich eine neue Seite, wo ihr aufgefordert werdet am Blogg teilzunehmen.

Wenn ich mich jetzt nicht irre, ist da unter der Aufforderung ein blauer Button, wo ihr draufklicken müsst und somit in den Blogg kommt.(bitte nicht auf Kaptour klicken) Auf der Nächsten Seite die aufgeht könnt ihr jetzt rechts (da ist ein Link) eure Userdaten ändern oder ergänzen, und mit etwas Glück findet ihr auch den Button wo ihr kommentare posten könnt.
Ich habs mit herumspielen geschafft *fg*

Werde mich noch näher damit beschäftigen und hoffentlich noch ein paar Detail posten können.

LG Thomas

Samstag, Oktober 01, 2005

Badeurlaub an der Costa Brava

Hola chicos y chicas!
Viel zu schnell ist unser Badeurlaub an der Costa Brava vergangen. Eine Woche Sonne, Sand und Meer und Geburtstage.
In Blanes, ca. 50 Kilometer vor Barcelona haben wir Mama und ihre Kollegin getroffen, gemeinsam gefaulenzt, Figueres und Barcelona besucht, und Geburtstage gefeiert, Michaelas 28sten und Mamas Runden.
Nach den gemuetlichen Tagen mussten wir uns erst wieder an unseren Radl-Alltag gewoehnen, so schnell wird man verweichlicht...

Freitag, September 16, 2005

Spanien

Wir sind am 14.9 ueber die Pyrenaeen nach Spanien gekommen. Eine schweisstreibende aber wunderschoene Etappe ueber die Costa Brava.
Seit 15.9 sind wir in Blanes am Mittelmeer wo wir Michaelas Mama trafen, etwa 50 Km vor Barcelona und feiern den Geburtstag der Beiden. Sonne, Meer, Strand und ein Grund zum Feiern. Nach dem Regen im Norden, dem Hochwasser im Sueden und nun den Bergen haben wir uns ein paar ruhige Tage verdient.

Wir sind jetzt im sechsten Land unserer Reise, nach etwa 6200km, und am Sprung nach Afrika. Diese letzten Wochen werden der Abschied vom Anfang und wir freuen uns beide, auf das was kommen wird. Auch wenn noch einige Vorbereitungen zu treffen sind und die Ausruestung auf Vordermann gebracht werden muss.

Heute gab es schon wieder Impfungen zum Fruehstueck. Auch das muss sein!

Samstag, September 10, 2005

Nimes

Wir sind heute zu Mittag in Nimes eingetroffen. In den Nachrichten und von Leuten unterwegs haben wir erfahren, das Suedfrankreich teilweise ueberschwemmt ist. Wir merken fast nichts davon. Die Fluesse tragen schon seit dem Rhein Hochwasser.
Die letzten zwei Tage sind wir gemeinsam mit einem spanischen Tourenradlerpaearchen unterwegs gewesen. Wir haben sie waehrend einer Regenpause kennengelernt und uns gleich prima verstanden. Wir werden sie voraussichtlich in Madrid wiedersehen.

Dienstag, September 06, 2005

Lyon

Wir sind gerade in Lyon. Eine ruhige Stadt, wenn auch die zweitgroesste Frankreichs. Es tut nur gut, das sie vom Tourismus noch nicht entdeckt wurde.
Fuer uns gehts jetzt der Rhone entlang zum Meer. Baden!

Samstag, September 03, 2005

Zeitungsausschnitt


Hier die versprochene Kopie des Berichts in der
Rheinpfalz

lg

woifal

Freitag, September 02, 2005

Rheinpfalz

Hi,

Heute Freitag ist der Artikel über eure
Reise in der Rheinpfalz erschienen.
Theresia hat schon eine Kopie ergattert.
Werden sie euch umgehend mailen.

lg

Woifal

Donnerstag, September 01, 2005

Endlich Zeit

Hallo ihr 2,

endlich hab ich Zeit euch zu schreiben,denn eine Sommergrippe hat mich umghaut(und das in der heissesten Woche des Jahres).Hab mich wieder mit den Bloggs befasst und bin draufgekommen das ich schon 3 verschiedene konten angelegt hab,aber keine Passwörter mehr weis.....
aber es funktioniert....
Schade das ihr kein Handy dabeihabt,bin vorige Woche in die Schweiz gefahren und wurde dabei hochwasserbedingt über Germanien(Stuttgart,Karlsruhe,Freiburg) und Basel umgeleitet.Hatte irgendwie das Gefühl das ihr jetzt auch in dieser Gegend seit,hätten uns ev.treffen können.
Wie schaut euer Zeitplan aus,werdet ihr planmäßig in Marrakesch sein,
ich sollte jetzt meinen Urlaub bekanntgeben.
Ich muß jetzt noch 4 Wochen hackeln,dan bin ich von 1.-14.10.in Äthiopien.
Weiters MUSS ich noch 24 Urlaubstage bis zum Jahresende abbauen...
wird wohl nicht so schwer werden...

sonst nichts neues im Land.

woifal

Montag, August 29, 2005

Ludwigshafen und ein Interview

Wir kamen am Morgen nach Ludwigshafen. In einem Cafe weckten wir unsere Lebensgeister und beim Zeitungsschmoekern entdecken wir die Emailadresse der Rheinpfalz-Redaktion. Als wir dann im Internet waren, schrieben wir eher aus Spass, ob sie an einem Bericht interessiert waeren. Prompt kam die Antwort. Eine Stunde spaeter hatten wir in einem Cafe einen Termin fuer ein Interview mit Praktikantin und Fotograf.
Diese Woche bringt also die Rheinpfalz (Lokalteil Ludwigshafen) ein Bericht ueber unsere Reise!
Sollte wer diese Ausgabe auftreiben, Bitte lasst sie uns zukommen.

Sonntag, August 21, 2005

Köln und der Weltjugendtag

Die Stadt war belagert von 400.000 Jugendlichen. Sie saßen in den Parks, liefen singend durch die Strassen und waren guter Laune. Trotz der Massen waren Polizei und Müllabfuhr arbeitslos. Ein beeindruckendes Event.
Gott sei Dank kamen wir bei Karin und Peter,in der Nähe von Köln unter. Ein Quartier wäre im weiten Umkreis nicht mehr aufzutreiben gewesen. Wir genossen drei ruhige Tage. Konnten wieder einmal so richtig ausspannen, baden in der Badewanne, Frühstück auf der Gartenterrasse,...
Jetzt wartet das Rheintal, mit seinen Burgen, Schlössern und Weinbergen auf uns.
Bis bald und Grüsse an Alle

Kaptour

Hochzeit von Ronny und Sabine

Hallo Ihr!

Also endlich habe ich es geschafft, mich durh diesen Blog zu wühlen, um selbst mal etwas zu posten.
Alex: Du hast mir Gott sei Dank ja doch noch eine Einladung geschickt-- nett von Dir (Ich bin ja auch nur Dein Bruder)

Also Ronny und Sabine haben sich nun endlich doch am 20.8.2005 in Stein (nein, nicht im Häfen, sondern im Standesamt) das Jawort gegeben.
Ich war (passend oder nicht) als erste Liebe Sabines auch eingeladen, und ich kann Euch sagen, ich hab mich ehrlich gerfreut.
War aber auch ein schönes Fest. Nach den salbungsvollen worten der Standesbeamtin, (Ich hätte ja Einspruch erhoben, als sie sagte, es beginne nun ein ganz neues Leben zu zweit. Die beiden sind schliesslich seit 9 Jahren zusammen, und wohnen schon längst gemeinsam) wurde beim Heurigen "Weinzierlberg" gefeiert. Wir liessen rote Herzerl-Luftballons mit wünschen an das Brautpaar fliegen, wurden Paar- oder Familienweise in einem Bilderrahmen fotografiert (war gar nicht so einfach, Babs, mich und unsre 2 Rüben in den viel zu kleinen Rahmen zu zwängen, ohne dass ein Kopf wo rausschaute).
Dann wurde viel und gut gegessen, viel geplaudert und getratscht, bis wir gehen mussten (die Kinder wurden doch mal müde).
Einzig Sabine und Ronny schienen etwas gestresst zu sein. Aber alle anderen unterhielten sich prächtig.
Wünschen wir ihnen alles gute, und viel Glück auf dem weiteren gemeinsamen Weg.

Alles Liebe an alle,
und für Dich Alex:
Gut Rad


P.S.: Michi (Sabines Bruder) ist ebenso Stammkunde auf Deiner Homepage, wie Ronny, Sepp (Sabines Vater), und bald wohl auch Robert (Von dem ich Dich schön grüssen lassen soll, ebenso von Ricki)

Mittwoch, August 10, 2005

Bremen

Wir sind gestern in Bremen angekommen. Auf den ersten Blick ein sehr grünes Städtchen. Eine schöne, kleine Altstadt. Als Kontrast zu der Marktidylle sind wir ins Kino gegangen. "Die Insel", ein Actionreißer mit Anlehnung an Matrix und 1984.
Was gibts daheim Neues im Kino?
Wer war wann, wo, in welchem Film?
Wie war Star Wars Episode III?
Eine nette Anekdote:
Am Campingplatz hat sich eine freche Wasserratte über unsere Kakaovoräte hergemacht.

Sonntag, August 07, 2005

Packerlliste für Spanien

  1. die vorbereitete Spanienkiste in der Wohnung (sollte auch Salben-Diclobene, Fenistil, Inotyol - und die alten Certisil enthalten)
  2. Karten und Reiseführer:
    am besten bei Freytag&Berndt, 1.Bezirk Am Graben
    Michelinkarten Afrika (insgesamt 3 Stück-West, Ost und Süd)
    "Durch Afrika" Band 1 und 2, Reise-Know-How Verlag
  3. Medikamente:
    Christa bestellt sie wahrscheinlich, werden ihr deswegen noch mailen
    6 Pkg "Evra" Verhütungspflaster zu je 3 Monate
    2x Tollwutimpfung (Rabipur)
    Typherix und Hepatyrix Impfstoff je 1x; müssten allerdings gekühlt transportiert werden!!!
    Malariaprophylaxe: Lariam und Malaronetbl., die genauen Mengen rechnen wir noch herum
  4. Sonstiges: Schlafsackinlet, FILME, News, Micky od. Donald Duck, Hofer Veg.Aufstriche, Postkarten

Mittwoch, August 03, 2005

Deutschland

Hallo Leute!
Wir sind wieder am Kontinent. In Lübeck. In Puttgarden haben wir Papa&Eva getroffen, sind im Regen am Strand beisammen gesessen und haben einen Fahrtag miteinander verbracht.
Außerdem haben wir unsere Winterausrüstung gegen die Sommersachen eingetauscht.
Lübeck ist eine recht nette Stadt, mehr können wir über Deutschland noch nicht sagen.